
Heinrich Kaminski Konzert Wochenende 04.& 05.Juli 2026
Kochel und sein vergessener Ehrenbürger - ein Stück Wiedergutmachung.
Zur Erinnerung an den Komponisten Heinrich Kaminski veranstaltet die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Klang Kunst Kultur Schlehdorf e.V., dem Franz Marc Museum und der Heinrich Kaminski Gesellschaft e.V. am Wochenende 04./05. Juli 2026 eine ganze Konzertreihe. Sie sind herzlich eingeladen!
Heinrich Kaminski wurde 1886 in Tiengen am Hochrhein geboren, studierte in Heidelberg und Berlin Musik. Ab 1914 lebte er bis zu seinem Tode 1946 in Ried, im Hause seines Freundes Franz Marc, um dort in äußerer Abgeschiedenheit seiner kompositorischen Arbeit nachzugehen. Er unterrichtete bedeutende Persönlichkeiten u.a. auf dem Klavier, etwa Carl Orff, Reinhard Schwarz-Schilling und auch Maria Marc. Der kompositorische Schwerpunkt lag im Bereich der Kirchenmusik (Chor und Orgel), daneben schuf er zahlreiche Werke für Kammerorchester und auch einige sinfonische Werke für Orchester und zwei Opern.
Die 1933 entstandene „Dorische Musik“ wurde zuletzt in 2011 von den Berliner Philharmonikern unter dem Motto „Klangmächtige Werke des 20. Jahrhunderts“ aufgeführt.
1933 war zugleich das Jahr, in welchem Kaminski, Professor an der Preußischen Akademie der Künste, aller Ämter enthoben und zeitweise mit einem Aufführungsverbot belegt wurde. Aufgrund jüdischer Abstammung musste er mehrfach in die Schweiz fliehen. Die Strahlkraft seiner Werke litt zwangsläufig unter den politischen Repressionen. Die Ehrenbürgerwürde
„ruhte“ während der Zeit des Dritten Reichs und wurde erst Ende 1945 wieder amtlich bestätigt. Das Grabmal des 1946 verstorbenen Komponisten befindet sich am Friedhof in Benediktbeuern. Seit 2024 wird von der Gemeinde Kochel a. See an Allerheiligen – wie es bei den anderen verstorbenen Ehrenbürgern Brauch ist – ein Ehrenzeichen am Grab niedergelegt.
Mehr Infos & Kartenvorbestellung unter www.zuenftick.de

